Bundesministerium für Arbeit uns Soziales | Berlin

Kategorien: Verwaltung
Standort: Berlin
in Zusammenarbeit mit:  
Jahr: 2013
Platzierung: Engere Wahl

Aufgabe des Entwurfes ist es, ein Gebäude zu entwickeln, das den eng gesteckten baurechtlichen Rahmenbedingungen, den städtebaulichen Zielstellungen sowie den ästhetischen und wirtschaftlichen Ansprüche an ein öffentliches Gebäude an diesem Standort gerecht wird. Daher wird ein vollständig flexibles Gebäude vorgeschlagen, das durch eine Skelettkonstruktion mit aussteifendem Kern und einer allen Nutzungen gerechten, energieeffizienten Fassade sowie einer maximalen Verfügbarkeit von Nutzfläche gekennzeichnet ist. Die Modularität der Fassade, sowie die einfache Tragkonstruktion stellen zudem nicht nur einen wirtschaftlichen Beitrag in der Herstellung dar, das Energiekonzept mit auf einem auf ein Mindestmaß beschränktem Einsatz von Haustechnik lässt auch minimale Folgekosten erwarten.
Der Standort, sowie baurechtlichen Rahmenbedingungen geben eine Traufhöhe von 22m vor, der stadtplanerische Ansatz den ehemaligen Blockrand annähernd wiederherzustellen wird bis auf die freizuhaltende Feuerwehrzufahrt umgesetzt. Die planungsrechtlichen Anforderungen laut B-Plan werden in vollem Umfang eingehalten.

Der Baukörper ist ein klarer, 6-geschossiger Riegel mit einer filigranen Verbindungsüberdachung zum Bestandsgebäude.
Die Fluchten des westlich anschließenden Gebäudes werden nord- und südseitig aufgenommen. Einschnitte im südlichen Straßenbereich sowie im östlichen Hofbereich markieren die jeweiligen Zugänge und schaffen überdachte Eingangssituationen.

Eine klare Gliederung in Sockelzone und Obergeschoss mittels Überhöhung und Öffnungsstruktur nimmt Bezug auf typische Berliner Fassaden und Straßenbilder. Die klare Formensprache im Zusammenspiel mit dem stringenten Fassadenraster betont  die Eigenständigkeit des Gebäudes als neuen Baustein ohne dabei die Prägnanz und Wichtigkeit des historischen Bestandes in Frage zu stellen.