Hörsaal- und Verfügungsgebäude Universität | Bamberg

Kategorien: Bildung und Forschung
Standort: Bamberg
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten
Jahr: 2008
Platzierung: 2. Preis

Zwei amorph-geometrische, kompakte Volumen lassen differenzierte Außenräume zwischen Neubau und Bestand entstehen. Entspannt fügt sich das Ensemble in die umgebende städtebauliche Situation ein. Es zitiert den Campusgedanken als Ausdruck der Eigenständigkeit der Fakultät, bzw. des städtischen Zentrums der Universitätsstruktur. Die Gruppierung der Kubaturen ist in der Lage, neue Bewegungsrichtungen in bzw. durch das Ensemble und damit auch der Umgebung zu formulieren ohne vorhandene räumliche Qualitäten zu verlieren. Es schafft Orte der Ruhe und der Blicke. Das Reihen der Neu- und Bestandsbauten um den zentralen Körper verstärkt dabei die Imagination einer Ideenzelle als Knotenpunkt wissenschaftlicher Arbeit.
Die vier- bzw. dreigeschossig ausgebildeten Körper passen sich in der Höhenentwicklung der umliegenden Gebäude an und ergänzen das Straßenbild und das Blockinnere in einer angepassten Maßstäblichkeit. Im westlichen Randbereich des Grundstücks befinden sich die in einem Baukörper zusammengefassten Bauphasen 2 und 3. Sie verschmelzen zu einer lenkenden Einheit und bilden die äußere „Schale“ des Campus. Durch den ein- bzw. zweigeschossigen Cafeteria- und Mensabereich, direkt von der Campusgasse erschlossen, fungiert der neue Baukörper als offenes Haus und zentraler Anlaufpunkt des innerstädtischen Universitätsbetriebes. In den oberen Geschossen befinden sich Lehr-, Seminar- und Büroräume in ruhiger, exponierter Lage. Der zweite und kleinere Baukörper beinhaltet den Hörsaal, Seminarräume, und Büros. Er arrondiert als erste Bauphase die vorhandene Struktur zum „offenen Block“ und bildet die Schnittstelle für die weitere vorab beschriebene Entwicklung. Er wird damit final zum prägenden, von den unterschiedlichen Durchwegungsströmen umspülte Punkt im Standort Markusgelände und darüber hinaus. Die beiden Volumina sind auf der Untergeschossebene miteinander verbunden.