Humboldt Forum - Berliner Schloss | Berlin

Kategorien: Umbau und Sanierung
Standort: Berlin
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten
Jahr: 2008
Platzierung: 2. Phase

Das neu zu errichtende Humboldt-Forum bildet den Auftakt einer einzigartigen Museums- und Kulturlandschaft in der Mitte Berlins. Es versteht sich als eine Stadt, als ein städtischer Raum der kulturellen Teilhabe und Bildung seiner Besucher und stehen im Dialog zu den umliegenden Bauten des Forum Fridericianum, des Zeughaus, der Museen, des Domes und des Marstalls. Das vorliegende Konzept hält direkten Bezug zur Museumsinsel und setzt durch die Neuinterpretation der Kuppel, als eingesteckter Turm, eine städtebauliche Dominante. Kern des Entwurfes ist eine Gebäudehohe, lichtdurchflutete Fuge (Agora), welche über das Portal IV den Bezug zur Museumsinsel aufnimmt. Diese Agora schneidet das Gebäude in zwei Teile, dem Schlüterhofring und dem kompakt überbauten ehemaligen Eosanderhof. Als Entree und zentraler Platz verbindet sie alle Nutzer des Humboldt-Forums.

Diesem Platz zugeordnet liegen alle offen zugänglichen Funktionen und bietet Fläche für eine vielschichtige Nutzung.Er besitzt an den Längsseiten eine Fassade ähnlich der neuen des Schlüterhofes. Diese in den ersten zwei Geschossen aufgelöst Fassade, vermittelt zwischen den angrenzenden Funktionen und der Agora. An den Enden ermöglicht eine aufgelöste Sichtbeton-Schale den Blick auf die barocke Fassade. Im Erdgeschoss situieren sich alle stark frequentierten Funktionen des Humboldt-Forums. Beginnend am Portal III und im Schlüterhof endend kreuzt eine Straße die Agora. Sie erschließt das Museum, den Konferenzbereich und den Schlüterhof. An dieser Straße, unter dem eingesteckten Turm, öffnet sich als weiterer Kreuzungspunkt ein Zweigeschossiger Raum der für vielseitige Veranstaltungen Fläche bietet. Hier führt eine Kaskadentreppe mit Sitzstufen Tribünenartig die Museumsbesucher in +1 Ebene.

Eine dieser Tribüne gegenüberliegenden Treppe geleitet die Nutzer des Auditoriums und des Merzwecksaales in die Ebene –1. Die Ebene +1. bis +4. nimmt den Museumsbereich auf, wobei der gebäudehohe Luftraum der Agora und die beiden glasüberdachten Innenhöfe Tageslicht in die Tiefen des  Museums fallen lassen. Doppelt hohe Räume in der +3 Ebene, entlang der barocken Fassade situiert, nutzen deren Besonderheit der Fensteranordnung und verschaffen von der +4 Ebene Einblicke in diese hohen Räume.
Die obersten Ausstellungsebenen, im Turm liegend, sind Schauplatz attraktiver interdisziplinärer Sonderausstellungen und bieten im Kontext mit dem Museumsrestaurant vielfältige Möglichkeiten zu Synergien.