Kinder- und Jugendpsychiatrie Uniklinik | Aachen

Kategorien: Gesundheit und Sport
Standort: Aachen
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten
Jahr: 2011
Platzierung: 3. Platz

Der Außenraum bleibt in seiner jetzigen Gestalt als Landschaftsraum weitestgehend bestehen. Die vorhandenen Bäume werden überwiegend erhalten und in das Gesamt- und Freiraumkonzept einbezogen. Der differenzierte Neubaukörper spielt mit der vorhandenen Vegetation, fügt sich ein und passt sich der gegebenen Topographie an. Dem Konzept der Einschnitte und Höfe folgend, findet sich dieses Thema auch in der Freiflächengestaltung wieder. Klar definierte Flächen für Spielen, Aufenthalt und Sport werden aus der gesamten mit Buschgehölzen bedeckten Fläche „herausgestanzt“. So erhält die Adoleszentenstation im nördlichen Bereich ein Holzdeck mit Rasen-Sitzstufen und einer geschützten grünen Spielfläche. Der Hof der Institutsambulanz wird teilweise befestigt und erhält ein grünes Inlay. Der größte Hof, als Spiel- und Aufenthaltsfläche für alle Stationen geeignet, bleibt als Rasenfläche erhalten und erhält ebenfalls Rasen-Sitzstufen, auch als Tribüne geeignet, zur tiefergelegenen Bühnen- und Aktionsfläche. Ein Weg, mit in den Rasen versenkten Betonsteinplatten, führt entlang dieses Hofes und der Bastelwerkstatt im Freien zur südlichen gelegenen Rasenspielfläche. Diesem Weg folgend, durch 2 Tore und den querenden Fuß- und Radweg gelangt man zum Spielfeld für Fußball und Basketball.
Die stark durchgrünte Struktur mit den bestehenden und neuen Bäumen, dem durchgängigen Strauchbewuchs und klar definierte Rasenflächen verleihen dem Gesamtensemble einen grünen Charakter und ordnen sich in das landschaftlich geprägte Gebiet ein.

Ein hoher Vorfertigungsgrad der Konstruktionselemente wie Fassade und Wohngruppenzimmer mit Nasszelle, ein einheitliches Achsmaß und eine Elementierung der gesamten Fassade sind wesentliche Punkte um eine wirtschaftliche und zügige Bauzeit zu gewährleisten. Zudem wird durch die konsequente Ausarbeitung der ökologischen Entwurfsgedanken der Energie- und Ressourcenverbrauch in der Nutzungsphase des Gebäudes so gering wie möglich gehalten (Reduzierung der Folge- und Betriebskosten).
Die durch den Wettbewerbsauslober  vorgegebenen Kosten können bei dem vorliegenden Konzept eingehalten werden.

Die Belüftung der Räume erfolgt zum großen Teil über die Außenwand/Fenster bzw. über kontrollierte Lüftung mit hygienisch notwendigem aber nicht höherem Luftwechsel und Wärmerückgewinnung zur Minimierung der Lüftungswärmeverluste. Die nächtliche Lüftung erfolgt zur gezielten Abführung von tagsüber gespeicherter Wärme im Sommer.