Neubau Polytechnikum | Landeck (A)

Bauherr: Gemeindeverband Landeck
Standort:D-14469 Potsdam A-6500 Landeck, Prandtauer Weg 19
BGF: 3.665m²
Baukosten: 5.243.000 €
Fertigstellung: 2008

Die neue Polytechnische Schule schließt und begrenzt den bereits seit Jahren etablierten Schulstandort an einer Anhöhe oberhalb der Altstadt von Landeck. Sie besetzt die Fläche des Vorgängerbaues ohne wieder direkt an die bestehende Volksschule anzuschließen. Die Separierung der beiden Gebäude schafft eine, dem Ortangemessene, Raumfolge und etabliert eine neue, zentrale Erschließungssituation zwischen den Hauptgebäuden. Der nördlich der Gebäude liegende und durch die steile Hanglage eingeengte Schulhof wird nun zusätzlich über die breite Gebäudefuge vo nSüden belichtet. Aufgrund der geringen Grundstückmaße und der beschriebenen topografischen Besonderheiten wird das Volumen der neuen Sporthalle nnördlich des Schulhofes in den Boden eingestellt. Es wird von beiden Schulbauten unterirdisch erreicht und kann zusätzlich extern erschlossen werden.

Ziel war die teilweise Neuerrichtung und Sanierung eines Schulkomplexes in Passivhausbauweise bzw. in der Sanierung in sehr gutem Niedrigenergiehausstandard. Die Energieversorgung wurde auf erneuerbare Energien umgestellt. Der durch die Passivhausbauweise zusätzlich verursachte Stromverbrauch (Klassenzimmerlüftung) wird voraussichtlich durch eine Fotovoltaik C02-neutral abgedeckt. Weiters wurde auf Ökologie und Baubiologie hoher Wert gelegt um einerseits keine Raurnluftbelastung für Schüler und Lehrer entstehen zu lassen und anderseits auch durch gezielten Einsatz von Baumaterialien aktiven Klimaschutz zu betreiben. Hierfür wurde erstmals in ganz Osterreich der klima aktiv haus Standard für ein Schulgebäude herangezogen.

Beim vorliegenden Projekt konnte die Passivhaustechnologie aus vielen verschiedenen Perspektiven auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht werden. Beispielsweise wurde der Turnsaal in Massivbauweise errichtet, die Polytechnische Schule in Holzbauweise. Die beiden Bauweisen konnten miteinander verglichen werden in Bezug auf Wärmebrücken, Dämmstärken, Platzverbrauch, Herstellung der Luft- und Winddichte etc. Weiters wurde die Passivhaustechnologie auch in Bezug auf die extrem kurzen Bauzeiten (es kann nur in Sommerferien gebaut werden) einem erfolgreichen Praxistest unterzogen. Auch auf das Zukunftsthema Sanierung (Volksschule) wurde die Passivhaustechnik übertragen und überprüft in wieweit hier Kompromisse und Anpassungen erforderlich sind.