Neubau Staatsarchiv | Dresden

Kategorien: Verwaltung
Standort: Dresden
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten, Seidel Architekten
Jahr: 2005
Platzierung: Ankauf

Als Aufbewahrungsort der Schrift- und Bildquellen und somit als ideelles Herzstück des Archivs dominiert der fünfgeschossige kubische Baukörper mit den Magazinen den Neubau. Diese monolithische Gesamtform bildet ein angemessenes Gegengewicht zum bereits vorhandenen städtebaulich signifikanten Pentagon, ergänzt das Ensemble bestehend aus Magazin und Verwaltungsbau und schließt die Lücke in der Blockrandbebauung an der Ecke Erich-Ponto- und Archivstrasse. Der darunter liegende freigeformte zweigeschossige Sockel mit öffentlichen Funktionen verbindet Alt- und Neubau.

Die Archive im Neubau teilen sich in die oberirdischen Magazine für standardformatiges Archivgut im abgesetzten Archivblock und die unterirdischen Magazine für Karten und Pläne und die Sondermagazine, die Form des Archivblocks nachzeichnend. In der Fuge laufen die Funktionen zusammen. Der Sockel nimmt interne Funktionsbereiche, Umkleiden, Lager- und Technikräume auf, die von allen Archivmitarbeiten genutzt werden.

Darüber, auf dem höhergesetzten Erdgeschossniveau bilden die neuen Lesesäle, Ausstellungs- und Seminarräume in Verbindung mit den historischen, in ihrer Nutzung belassenen Säle, ein Plateau für die Öffentlichkeit.
Das Verwaltungsgebäude bleibt in seiner Funktion als Bürogebäude erhalten, die Direktion wird in der freien Form des Neubausockels über dem Hof untergebracht.

Der Hof wird von mehrgeschossiger Bebauung freigehalten. Unter dem kragenden Bürobereich der Direktion sind die Stellplätze angeordnet. Die Andienung erfolgt ebenfalls über den Hof mit Durchfahrtmöglichkeit über das Grundstück.