Rathauserweiterung | Crailsheim

Kategorien: Verwaltung
Standort: Crailsheim
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten
Jahr: 2009
Platzierung: 3. Preis

Das Gebäude basiert auf einer rechteckigen Grundfläche, das durch Innenhofausschnitte und Gebäudeeinschnitte neben der optimalen Belichtung aller Funktionsbereiche, vielfältige Blickbeziehungen, Aufenthaltsqualitäten und den Schutz einiger wertvoller Bestandsbäume zulässt.
Dadurch entsteht ein zweigeschossiger rechteckiger Baukörper der durch seine Ein- und Ausschnitte ein ruhiges homogenes Bild nach außen schafft und sich aufgrund seiner Höhe und Ausdehnung als ruhiges, leicht schwebendes Volumen auf die Lichtung zwischen den Waldrändern legt.
Asymmetrisch, erhebt sich der sechsgeschossige Turm aus der Mitte, annähernd der Lage und Abmessung des alten Turms entsprechend.  Alle Funktionseinheiten, auch das DBRZ, werden einer „Außenhülle“ zusammengefasst und über die Höfe verknüpft.
Der Zugang des Gebäudes erfolgt nach dem Passieren des Haupttors, direkt am zentralen Parkplatz, über den Vorplatz mit Sitzmöglichkeiten und Fahrradabstellplätzen von Norden. Der eingeschnittene Eingang mit Pförtnerloge und angrenzendem Foyer gibt den Blick auf den Cafeteria- und Konferenzbereich mit dahinterliegendem Innenhof frei. Dieser Bereich inklusive dem Innenhof, der auch durch die Cafeteria genutzt werden kann, ist der Öffentlichkeit frei zugänglich. Von hier kann man sich auf der Ebene über die Magistrale und deren Seitenflure in die einzelnen Bereiche verteilen – begleitet von wechselnden Blicken in die Innenhöfe oder die Umgebung. Über das zentrale Treppenhaus mit Aufzug westlich des Foyers gelangt man in das Obergeschoss. Hier sind vor allem die Abteilungen untergebracht, die nicht ständigen Zugriff auf das Lager oder die Werkstätten benötigen.
Aufgrund der funktionellen Anforderungen, den erforderlichen Verkehrs- und Erschließungsflächen sowie den räumlichen Zusammenhängen werden sämtliche logistische Einheiten mit entsprechenden Garagen und Lagern im Erdgeschoss angeordnet. Hauptaugenmerk wird dabei auf kurze Wege gelegt – entwurfsbestimmend ist hierbei ein umlaufender Ring (Magistrale) mit 2,40m Breite, der sämtliche Funktionseinheiten anbindet. Entlang der größtenteils begrünten Innenhöfe führen einzelne Flure zum DBRZ, der Lagerhalle und den Garagen. Auch hier steht der ständige, unmittelbare Bezug zum Außenraum im Vordergrund des Entwurfes.