Wohnen am Rötlein | Zeulenroda

Kategorien: Wohnen und Gewerbe
Standort: Zeulenroda
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten
Jahr: 2011
Platzierung: 1. Platz

Ziel der Neustrukturierung ist die Neuinterpretation des Quartiers. So thematisiert der Teil A die Hofstruktur mit je einem Zentrum und der Teil B die unterbrochenen Linien mit der wie bei einem Schieberegler die Häuser versetzt angeordnet werden.

Die Auflösung der gerichteten Plattenbaustruktur eröffnet neue Blick- und Wegebeziehungen durch das Gebiet.
Die Umbaumaßnahmen sehen den kompletten Rückbau der oberen zwei Geschosse, sowie die Demontage der Zwischenelemente der Blöcke vor, so dass eine kleinteiligere, der Körnung der Umgebung angepasste Quartiersstruktur entsteht. Die Überformung der linearen Struktur geschieht mittels gezielter Anbauten an den Bestand sowie dreier Neubauten, welche durch ihr kompaktes Volumen neue Platzsituationen generieren.
Der Anbau an den Bestand erfolgt mittels eines Treppenhaus-Verbinders, welcher als 3-Spänner die angrenzenden Wohneinheiten im Bestand und Neubau erschließt. Alle Wohnungen erhalten privaten Außenraum in Form von Loggien, die Mieter der Erdgeschosswohnungen haben zusätzlich die angrenzenden Mietergärten zur Verfügung.
Jeder Baukörper bildet im Außenraum zusammen mit den Vor- und Mietergärten eine Einheit, welche sich innerhalb des Quartiers mit halbhohen Hecken definiert. Im Bereich des Wendehammers fungiert eine Mischverkehrsfläche mit Kinderspielplatz und Sitzgelegenheiten als Quartierstreffpunkt.
Potentielle Mieter für den Bereich A sind vor allem Familien mit Kindern, die von den kurzen Wegen zur nahegelegenen Schule & KiTa profitieren. Im Bereich B geht es primär um die Auflockerung der Stringenz, mit welchem sich der Bestand ins Stadtgefüge presst. Durch Demontage der Zwischenelemente wird die Struktur rhythmisch versetzt aufgebrochen, so dass das direkte vis-á-vis der Blockstruktur reduziert wird und neue Blickbeziehungen für Weite im Quartier sorgen. Die frei werdenden Flächen umspülen die neue Struktur mit Vegetation, der zentrale Platz mit Duftgarten, Kinderspielfläche und Sitzmöglichkeiten erhöhen die Aufenthaltsqualität. Der teilweise Rückbau im vierten und fünften Geschoss strukturiert die Gebäudehöhen und bildet attraktive Dachterrassen für die Mieter. Die Wendehämmer werden neu mit Schotterrasenfläche ausgebildet, so dass die Zuwegung an Dominanz verliert und sich harmonisch an die Gebäude anpasst. Längs zu den Wegen kann ebenfalls auf Schotterrasen geparkt werden.