Zentrum f. Molekularbiologie | Graz (A)

Kategorien: Bildung und Forschung
Standort: Graz (A)
in Zusammenarbeit mit: Thoma Architekten; Seidel Architekten
Jahr: 2004
Platzierung: 1. Platz

Der Entwurf reagiert auf die heterogene, fragmentierte, städtebauliche Situation mit einem Ensemble von drei in ihrer Größe unterschiedlich, in Ausformung und Höhenentwicklung jedoch identischen, weich geformten Baukörpern. Die kontrolliert und sensibel zueinander gesetzten Körper spannen unterschiedliche, differenzierte Außenräume auf.Der Entwurf fügt sich selbstverständlich zu den bestehenden umgebenden Gebäuden, welche bereits universitäre Nutzung beherbergen. Der gewünschte Campuscharakter wird hervorragend umgesetzt. Die richtungslose Bebauung und Gleichwertigkeit aller Seiten des Ensembles projiziert ein gleiches Bild nach Außen und ein starkes Image der Universität und der SFG.
Die Dreiteilung des Raumprogrammes unddie damit einhergehende Ausformung eines abgeschlossenen Bereiches für die allgemeinen Funktionen wird als positiv beurteilt. Dadurch wird ein, von SFG und Uni unabhängigen Betrieb, von Cafeteria und Veranstaltungen ermöglicht. Die Positionierung der Einzelgebäude mit SFG an der Humboldtstraße, KFUG im Anschluss an den Bestand und Gebäude mit Allgemeinfunktionen beim Anna Kinderspital wird positiv bewertet. Durch die leichte Schrägstellung der Gebäude wird eine spannungsreiche Führung durch das Ensemble bewirkt. Im Erdgeschoss werden die Gebäudeteile über einen gemeinsamen Eingangsbereich, der als Verteiler mit Infotheke und Garderobe dient, zusammengefasst. Die Nutzung KFUG, Flächenverteilung, Geschosszuordnung und die Durchmischung Labor- und Büroräume gewährleisten eine optimale Nutzung und die gewünschte Flexibilität. Die Anordnung der Seminarräume und Praktikumsräume zu den Arbeitsräumen ist ökonomisch vorteilhaft. Das Verhältnis von Hell-Dunkelflächen ist gut und die Geschosseinteilung ist durchaus funktionell. Die Einzelgebäude zeigen eine kompakte Ausformung.