Züricher Strasse | Nürnberg

Kategorien: Städtebau
Standort: Nürnberg
in Zusammenarbeit mit: atelier sonnenseite
Jahr: 2013
Platzierung: 3. Preis

Das Wettbewerbsgelände an der Züricher Straße liegt in einer Übergangszone die einerseits durch eine großmaßstäbliche Geschosswohnbebauung im Norden und eine heterogene Einzelhausbebauung im Süden und Osten sowie den südwestlich anschließenden Landschaftsraum geprägt ist. Diese Nahtstelle zwischen den maßstäblich unterschiedlich großen städtebaulichen Strukturen sowie den Anschluss zum Grünraum neu zu formulieren ist Ansatzpunkt für die vorgeschlagene städtebauliche Neuordnung – unter Einbeziehung der neuen U-Bahn Station Großreuth bei Schweinau.
Weiterhin bietet diese Maßnahme die Chance, der umliegenden Bebauung mit einem Quartiersplatz an der U-Bahn Station eine neue identitätsstiftende Mitte zu geben.
Eine übergeordnete Grünraumverbindung zwischen Westpark und den Pegnitzauen kann zusätzlich die Wohnumfeldqualität um ein vielfaches verbessern.

Im Vordergrund des städtebaulichen Konzeptes steht die klare Fassung der Raumkante zur Züricher Straße und damit verbunden die Bildung von klar definierten Raumkanten zur offenen Bebauung der nördlichen Wohngebäude. Übergeordnetes Entwurfselement für die Bebauung des gesamten Gebietes ist dabei eine grüne Fuge, die sich von Osten nach Westen über das gesamte Planungsgebiet erstreckt und als Nahtstelle fungiert.

Entlang dieser grünen Fuge angeordnete Fuß- und Radwege stellen übergeordnete Wegeverbindungen her und dienen gleichzeitig zur nicht motorisierten Erschließung des Gebietes. Entlang des nördlichen und südlichen Randes des großzügigen Grünraums entstehen so drei Teilgebiete zur Bebauung. Diese erhalten aufgrund ihrer Lage, Größe und Anbindung an die umgebende Bebauung unterschiedliche Charaktere.
Das Teilgebiet 1 im Realisierungsteil wird durch straßenbegleitende Blockstrukturen, die sich nach Süden zum Landschaftspark öffnen besetzt und findet seinen Abschluss in einem Solitärgebäude entlang der Züricher Straße. Der aufgespannte Platzraum bildet das Entree zur U-Bahn Station und findet seine Fortführung als flexibel nutzbare Promenade im Übergang zum Park.
Das Teilgebiet 2 im Realisierungsteil wird als Fortführung der südöstlich geplanten Wohnbebauung vorgeschlagen die mit einer kleinteiligen Geschosswohnbebauung die Körnung aufnimmt und eine offene Verbindung zum Landschaftspark bildet.
Das Teilgebiet 3, der Ideenteil, orientiert sich ebenfalls an der östlich anschließenden Bebauung und wird mit einer Kettenhausbebauung und kleinteiligen Geschosswohnbauten besetzt.